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Die traurigen Christrosen

Freitag, 13. Januar 2017

fim.works | Fotografie. Wortakrobatik. Wohngefühl. | Helleborus, Christrosen

Beleidigte Schönheiten

Warum sie traurig sind? Ich weiß es nicht. Aber sie sind traurig, todtraurig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Freitagnachmittag habe ich das Sträußchen gekauft und schon am Samstagmorgen hing alles auf halb acht. Draußen war's kalt, da mussten die Blümchen vor die Tür, in der Hoffnung, dass sie sich da wieder erholen. Ein bisschen besser war es nach einer Nacht in eisiger Kälte, aber knipsen konnte ich sie erst, nachdem ich die Blüten mit Zweigen gestützt und sie darauf und dazwischen drapiert habe.

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... und täglich grüßt das Murmeltier

Ich hab die Blümchen, selbst ganz traurig, im Blumenladen meines Vertrauens reklamiert und neue bekommen. Aber die hängen auch schon wieder runter! Gibt es irgendeinen Trick? Ich hab sie freundlich willkommen geheißen, angeschnitten, ins Wasser gestellt und drapiert. Gestreichelt hab ich sie nicht, ich weiß nicht, ob Blumen das mögen. Ich hatte noch nie Christrosen in der Vase und dann geht diese Prämiere so gründlich daneben ...

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Helleborus

Schneerose, Christrose, Weihnachtsrose oder Schwarze Nieswurz - so viele Namen! Dieses Hahnenfußgewächs ist eine mehrjährige krautige Pflanze (aber irgendwie keine mehrtägige Vasenblume), und wird nicht größer als 30 Zentimeter. Am richtigen Platz wird die Schneerose mit den schwarzen Wurzeln bis zu 25 Jahre alt. Die Blüten dieser Schönheit können einen Durchmesser von bis zu 10 Zentimetern erreichen, eine ganze Menge, oder? Sie blühen von Februar (Ha! das ist der Grund!) bis April, in Höhenlagen starten sie aber auch schon mal im November und blühen bis in den Mai.

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Remember me

Heute mal kein Spaziergang durch den Blog, sondern eine Hommage an einen wunderwunderwunderbaren Film: Florence Foster Jenkins. Ich habe schon lange keinen so schönen Film mehr gesehen. Gelacht habe ich und mitgefühlt. Und Sehnsucht bekommen. Nach einer Liebe, die so unbeschreiblich groß ist, dass es gar keine Worte dafür zu geben scheint. Vielleicht gibt es so etwas ja wirklich nur im Film oder in Büchern, aber es war so herzerwärmend, die großartige Meryl Streep und einen älter gewordenen Hugh Grant in so tiefer und ehrlicher Liebe vereint zu sehen. Florence Foster Jenkins war unfassbar untalentiert als Sängerin, aber: "Die Leute können vielleicht behaupten, dass ich nicht singen kann, aber niemand kann behaupten, dass ich nicht gesungen hätte!". Du solltest dir den Film  u.n.b.e.d.i.n.g.t.  ansehen - jemanden, der mit solcher Inbrust so schlecht singt und so geliebt wird, den solltest du auf keinen Fall verpassen. Chapeau!

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Ich hab heute noch was Schönes vor: ein Friseurtermin und ein gemütlicher Abend vor dem knisternden Ofen - da ist es doch wurscht, ob es Schnee gibt oder nicht und auch, wie kalt es wird, oder?

Was erwartet dich heute Schönes?
Auch klitzekleine Kleinigkeiten wie ein paar Minuten nur mit dir, eine Tasse mit einem Heißgetränk zwischen den Händen, zählt!


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Warum ich den Winter mag

Mittwoch, 11. Januar 2017

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Winter

Ich mag ihn, auch wenn er sich diese Saison nicht besonders viel Mühe gibt. Im November hat es eine Nacht geschneit und am letzten Wochenende von Freitag auf Samstag. Blöd, dass der Schnee nur über Nacht liegengeblieben ist, da bin ich ausgesprochen selten zum Knipsen draußen. Aber trotzdem mag ich ihn, den Winter. Ich mag die klare, frostige Luft, das weiche Licht, die Ruhe, die Stille.

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Winterkind

Ich bin ein Winterkind, im Dezember geboren, da kann ich also gar nicht anders, als den Dezember zu mögen. Ich mag auch alle anderen Jahreszeiten, am liebsten mag ich, wenn die Jahreszeiten sich auch als Jahreszeiten zu erkennen geben. Und da gehört im Winter auch Schnee dazu. Der schön unter den Füßen knirscht, alles hässliche zudeckt, laute Geräusche zu leisen macht und in der Sonne glitzert. Zugefrorene Seen, Teiche und Pfützen, wie mit Puderzucker überzogene Frostgebilde, Atem, der in Luft zu sehen ist. Die knackig kalte Luft, tief in die Lungen eingesogen, rein und frisch. Die Ruhe, die Stille, die sich über alles legt, wenn Schnee gefallen ist. Dick eingemummelt in der Wintersonne im Strandkorb einfach das Leben genießen, das mag ich am Winter.

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Genuss

Auf die Uhr sehen, wenn es draußen dunkel ist und feststellen, dass es erst spät am Nachmittag ist und ein ganzer gemütlicher Abend noch vor mir liegt. Neben dem knisternden Feuer im Ofen, mit einem guten Buch die wohlige Wärme genießen und das noch stundenlang, weil es ja noch früh ist. Zur Ruhe kommen, die Ruhe genießen, denn draußen gibt es im Moment nicht viel zu tun. Das Strickzeug wieder hervorholen und die Wärme der weichen Wolle genießen. Dick eingepackt einmal ums Viereck gehen, schon den Geschmack von heißer Schokolade oder süßem Tee auf den Lippen und dann, wieder zuhause, genau das genießen. Gemütlichkeit, ganz viel Gemütlichkeit. Faulsein!

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Nicht alles ist grau

Die Natur macht Pause, Übriggebliebenes vom Herbst vertrocknet zu bizarren Schönheiten und lässt sich bestaunen. Manchmal zieht der Tag dunstig über die Felder herauf, manchmal versinken ganze Tage im Nebel. Natürlich könnte mich das auch betrüben, aber ebenso gut kann ich auch das Gute an diesen trüben Dingen sehen, mich davon friedlich stimmen lassen und ganz ohne schlechtes Gewissen das Nichtstun genießen. Weil ich draußen ja nichts verpasse. Und es mir drinnen umso schöner machen kann.

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Zeit

Ich habe Zeit zum Sortieren, Ordnen, Ausmisten, Umräumen, Pläne schmieden und Ideen finden, zum Kuscheln, zum Nichtstun, zum lieben Menschen Zeit schenken, Zeit, um mich um mich selbst zu kümmern. Ich könnte mich auch ärgern. Darüber, dass ich wegen glatter Straßen länger für Wege irgendwohin brauche. Darüber, dass die Tage kurz und die Nächte lang sind. Darüber, dass es nicht warm ist. Darüber, dass es manchmal gar nicht hell zu werden scheint. Darüber ... über so vieles. Aber ändere ich damit irgendetwas? Komme dann schneller von A nach B? Werden die Tage davon länger und die Nächte kürzer? Wird es davon draußen wärmer? Oder wird es schnell hell? Nein. 

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Der Himmel ist nicht an allen Tagen trüb, manche Tage sind wärmer als andere und jetzt bleibt es jeden Tag ein wenig länger hell. Und uns bleibt die Freude auf den Frühling, der den Winter ablösen wird. Jeden einzelnen Wintertag. Jeden.

Kannst du dich auch für den Winter begeistern?
Oder kann er dir gestohlen bleiben und jede noch so euphorische Lobrede geht dir am Allerwertesten vorbei?


Wieso ich so tiefenentspannt bin und warum du das auch sein kannst

Mittwoch, 28. Dezember 2016

fim.works | Fotografie. Wortakrobatik. Wohngefühl | geerdet dank Kinesiologie

Hokuspokus

So ein bisschen Hokuspokus ist ja schon dabei, ich geb's zu. Aber gilt das nicht für fast alle alternativen Heilmethoden? Werden sie nicht alle gern belächelt oder gar verteufelt? Dabei werden die meisten schon seit tausenden von Jahren praktiziert, viele erleben seit Jahren ein Comeback und Millionen, gar Milliarden von Menschen können doch nicht ganz falsch liegen, oder?

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Unzufrieden

Ich war ständig auf Krawall gebürstet, genervt, schlecht gelaunt, permanent am essen - eigentlich ungenießbar. Genervt vom genervt sein, davon, gar nicht mehr ich zu sein und irgendwie auch nichts geschafft zu bekommen. Unzufrieden und das immerzu. Ganz schön anstrengend. Irgendwas muss sich ändern, aber was? Und wie? Wie wär's für den Anfang mit Aufräumen? Aufräumen hilft immer, befreit. Oder so. Hat nämlich nicht geholfen. Naja, zumindest nicht am Anfang. Am Anfang von? Von der Veränderung.

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Austausch

Von alleine wäre ich vielleicht nicht auf die Idee gekommen, aber das ist ja das Schöne daran, sich auszutauschen: neue Wege, neue Ideen und Lösungen tun sich auf, die sonst vielleicht im Verborgenen geblieben wären. Ohne spezielle Erwartungen und ohne eine wirkliche Idee, was mich erwartet, habe ich einen Termin mit einer Kinesiologin ausgemacht. Eine ganz normale Frau - kein Kaftan, keine Räucherstäbchen, keine Duftlampen und auch sonst kein esoterisches Hexenwerk. Ganz im Gegenteil, eine bodenständige Person in meinem Alter, die manches von dem, was die Behandlung erfordert, selbst als spooky bezeichnet.

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Kinesiologie

Ein Zungenbrecher - warum haben die alternative Heilmethoden eigentlich fast alle Namen, die unaussprechlich sind? Aber sei's drum, die Hauptsache ist ja, dass es hilft. 
"Die Lehre der Kinesiologie geht davon aus, dass der Körper selbst am besten weiß, was ihn stärkt, bzw. was ihn schwächt. Der Kinesiologe nutzt den "Muskeltest", um an die Blockaden zu gelangen, die in Ihrem Nervensystem und im Zellgedächtnis gespeichert sind.
Ziel der kinesiologischen Beratung ist es, diese Erfahrungen, die Sie unter dem Einfluss von Stress gespeichert haben, mit Hilfe von kinesiologischen Balancetechniken zu lösen. Ist der alte Stressverursacher erst einmal gelöst, gelangen Körper, Geist und Emotionen –  Fühlen, Denken und Handeln - wieder ins Gleichgewicht."

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Entspannung

Es kann passieren, dass du in Tränen aufgelöst bist während der Behandlung, dass du hinterher wie ein Stein schläfst. Es kann auch sein, dass du mit der Kinesiologin während der Behandlung einen Mordsspaß hast, weil ihr euch so ähnlich seid, weil die Chemie einfach stimmt. Ich war nach dem ersten Termin schon erheblich entspannter als seit Jahren. So sehr, dass ich darauf angesprochen wurde. Ich rege mich auch nur noch ein bisschen auf, einmal richtig doll und dann ist's auch schon wieder vorbei. Sich daran hochziehen bringt und ändert ja nichts. Nach dem zweiten Termin war ich noch ein bisschen mehr geerdet und fieberte meinem dritten Termin entgegen.

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Das Bewusste und das Unbewusste

Dein Unterbewusstsein merkt sich alles, was in deinem Leben passiert. Merkt es sich und speichert es ab. Dir selber ist das gar nicht bewusst, du vergisst es in der Regel ja, wenn es vorbei ist. Aber es gärt in dir, es ist immer da und stört dein Wohlbefinden. Schon vor deiner Geburt, im Mutterleib, oder sogar schon bevor du überhaupt gezeugt wirst, kann dir etwas zustoßen, was dich dein ganzes Leben lang begleiten wird. Und du, du weißt gar nicht, dass es diese Sache in deinem Unterbewusstsein ist, die dir immer wieder das Leben schwer macht. Kinesiologen lösen aus deinem Unterbewusstsein ab, was dein Wohlbefinden stört. Das, was deinen Körper stresst (egal, ob du davon weißt oder nicht), verlässt deinen Körper auf mysteriöse Weise (ich habe keine Erklärung dafür, darum diese Wortwahl) und dein Wohlbefinden steigert sich mit jedem Tag, nach jeder Behandlung. Manchmal gibt es eben doch Dinge zwischen Himmel und Erde, die der Mensch nicht sieht und nicht versteht.

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Resultate

Vielleicht sitzt du jetzt kopfschüttelnd und milde lächelnd vor diesem Post, vielleicht möchtest du gleich nach einer Kinesiologin in deiner Nähe suchen, vielleicht hast du das selbst schon einmal erlebt oder vielleicht hast du dich einfach nett unterhalten gefühlt.
Ich kann für mich sagen, dass ich mein altes Ich wiedergefunden habe, dass ich schon so lange vermisste. Dass ich die Ruhe selbst bin, Entscheidungen wieder aus dem Bauch heraus treffe und gut damit fahre. Dass ich viel mehr erledigt bekomme, weil ich nur noch eine Sache mache und dann erst die nächste. Dass ich mich wohlfühle. Richtig wohl. Ich traue mich auf einmal auch, Dinge zu tun, die sonst für mich tabu waren, die mir manchmal sogar Angst gemacht haben. 

Was auch immer du mit diesem Wissen anfängst - ich lächle dir dabei zu, weil ich mich darüber freue, dass du dir Zeit für mich nimmst, ein Teil meines Lebens bist. Ganz egal, ob nur virtuell oder im richtigen Leben.


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Leben | Ein Wintertag

Mittwoch, 30. November 2016


Wintertag nach Wunsch

Das war ein Wintertag, wie ich ihn mag: knackig kalt und sonnig. Herrlich klare, frische Luft und traumhaft schönes Licht. Ganz spontan habe ich früher Feierabend und einen kleinen Knipsspaziergang machen können. Warm angezogen bin ich offen mit dem Auto nach Hause gefahren, von vielen Spaziergängern kopfschüttelnd belächelt. Warum eigentlich? Ich mache nichts anderes als die Spaziergänger: ich genieße warm angezogen und obendrein noch mit warmer Heizungsluft einen herrlichen Wintertag. Was spricht denn bitte dagegen, auch im Winter das Cabrio als Cabrio zu nutzen?

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Auszeit

Ich bin lustlos gewesen in den letzten Tagen, immerzu müde. So, als wäre die Luft raus. Keine Wörter mehr im Kopf, die auf die Tastatur purzeln und dich und mich zum schmunzeln bringen. Da habe ich es lieber gleich bleiben lassen. Die freie, unverplante Zeit, die ich mir gestern geschenkt habe, war wie eine kleine Auszeit, ein bisschen Akku aufladen. Gut hat's getan, richtig gut.

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Bizarr

Ich mag, wie bizarr die Unkräuter, Kräuter und Gräser im Frost aussehen. Das vertrockenete Laub, das nicht mehr nur unter den Schuhen raschelt, sondern richtig knistert. Wie der Atem Wölkchen in der klaren, kalten Luft bildet. Wie morgens die Sonne aus dem nebligen Dunst über den Feldern aufsteigt und abends blutrot versinkt. Vielleicht haben wir Glück und die Winterkälte bleibt uns noch ein bisschen erhalten, bringt sogar noch Schnee zu Weihnachten und Silvester.

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Ich wünsche dir einen Tag, dem du viele schöne Momente abgewinnen kannst, einen Tag, von dem du dich vor dem Einschlafen liebevoll verabschiedest, an den du dich gern erinnern magst. Hab ihn lieb, deinen Tag!






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